LEKTION STAND
Stand Übung
Zusammenfassung
Mit dieser Übung wird die Beweglichkeit der vorderen Becken- und Beinmuskelkette trainiert. Sie ist eine der wichtigsten Grundübungen überhaupt. Der Schwerpunkt der Übung liegt hier beim Muskel Iliopsoas (aus den Muskeln Psoas und Iliacus bestehend), der den Oberkörper von der unteren Lendenwirbelsäule und dem vorderen Becken mit dem Unterkörper / Oberschenkel verbindet. Ein verkürzten und funktionsgestörter Psoasmuskel ist hierbei aus unserer Sicht regelmäßig die Grundlage für die Entstehung von Bandscheibenvorfällen der LWS der eine Teil dieses Muskels, der M. Psoas, hat seinen Ursprung im Bereich der Lendenwirbel, der andere Teil, der M. Iliacus, sitzt an der Innenseite der Beckenschaufel, beide ziehen zum Oberschenkelknochen. Sie sind mitverantwortlich für Bewegungen des Beines und der unteren Wirbelsäule, besser bekannt als „Hüftbeuger“. Gegenspieler sind die Rücken- u. Gesässmuskulatur. Einschränkungen der Funktion zeigen sich in einer verminderten Rückneigefähigkeit der Wirbelsäule in Bezug auf das Bein. Das Bewegungsausmass sollte in der LWS mindestens 45° betragen, um beschwerdefrei zu sein. Dieser Winkel entspricht am Oberkörper etwa einem horizontal ausgerichteten Brustbein. Ein auf das Brustbei gelegter Gegenstand würde dann nicht mehr nach unten fallen (siehe Bild ganz unten) – entsprechend 90 Grad Rückneige insgesamt, davon im unteren LWS Bereich ca. 45 Grad. Mögliche Folgen einer Funktionsstörung in diesem Bereich sind: Schmerzen im „Kreuz“, untere Lendenwirbelsäule u. Gesäss (Gegenspieler) Schmerzen im Bereich des vorderen Beins vom Oberschenkel bis zum Fuss Symptome wie Kribbeln, Taubheit, gegebenenfalls auch Schwäche im Bein Häufig tritt auch eine Fussheberschwäche auf, die über den Verlauf der Muskelkette zu erklären ist